Die Betonplatte für die neue Skateranlage am ist bereits gegossen. Übernächste Woche sollen die Geräte folgen – dann steht großen Sprüngen nichts mehr im Wege. BILDmontage: Onnen/DPA
In dieser Woche wurde die Betonplatte gegossen. Die Auftragsvergabe hat die Umsetzung des Projekts verzögert.
von Stephan Onnen
Hude - Das Warten für die Huder Skater und BMX-Fahrer hat bald ein Ende: In der übernächsten Woche, voraussichtlich am 15. und 16. August, sollen die Elemente für
die neue Skateranlage am Schul- und Sportzentrum am Huder Bach geliefert werden, teilt der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, Uwe Schubert, mit. „In dieser Woche“, so Schubert, „wurde die
Betonplatte gegossen.“ Die hinter dem Fahrrad-Stellplatz gelegene Fläche hat eine Größe von 420 Quadratmetern.
Die Kosten für die Anlage beziffert Schubert auf „höchstens 35 000 Euro“. Aus dem „Leader“ wird das
Projekt mit 14 580 Euro unterstützt.
Der von der Gemeinde bei der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) eingereichte Zuschussantrag hatte indes zur Folge, dass eine beschränke Ausschreibung notwendig
wurde, die die Realisierung verzögert hat. Bei der Submission gingen aber keine Angebote ein, so dass die Gemeindeverwaltung eine freihändige Vergabe des Auftrags vornehmen konnte. In Absprache
mit dem Rechnungsprüfungsamt hat die Firma „A+ Urban Design“ aus Mühldorf am Inn (Oberbayern) den Zuschlag bekommen. Aus Süddeutschland werden jetzt eine „Funbox“ (ein Rampenviereck mit mehreren
Auf- und Abfahrtmöglichkeiten) sowie zwei unterschiedliche Rampen geliefert. Außerdem soll noch ein Element aus der alten Skateranlage integriert werden. „Wir werden für vergleichsweise kleines
Geld etwas sehr Vernünftiges bekommen“, freut sich Uwe Schubert. „Das Konzept sah vor, eine Anlage, die eigentlich 60 000 Euro kostet, für etwa die Hälfte zu realisieren.“
Dazu beigetragen haben auch die Skater selber. Die Bemühungen, der Skaterszene in Hude einen neuen Platz zu geben, hatten im November 2009 der inzwischen verstorbene Nils Wobig sowie Ulf
Hedenkamp und mit einer Konzeptvorstellung im Sozialausschuss ins Rollen gebracht. Um ihr Ziel zu
erreichen, hatten sie ein Benefizkonzert veranstaltet, Spenden gesammelt, sich bei Firmen Unterstützung geholt und in diesem Frühjahr beim Herrichten des Platzes selber Hand angelegt. „Die
Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt“, lobte Uwe Schubert die Gruppe.
Der Fachbereichsleiter geht davon aus, dass es Ende August eine offizielle Einweihung geben wird. Die Federführung beim Betrieb der Skateranlage soll künftig der Kulturhof übernehmen.